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Detektivarbeit

Der Kunde kommt mit dem kleinsten aller Splitter und sagt: „So ein Glas war das.“

Da sind gute Augen gefragt und die neue Brille macht sich sofort bezahlt.

Wir identifizierten die Scherbe als „Ornament 178 bronze“, auch als „Silvit“ oder landläufig „Baumrinde“ bezeichnet, schlimmstenfalls „Borke“ genannt.

Reinigung

Der Anruf kam am späten Nachmittag, die Stimme des Kunden klang kummervoll.

Was war passiert?

Bei einigen frisch lackierten Zimmertüren mit Glasfüllungen waren die Scheiben durch Farbspritzer verunreinigt, weil der Maler nicht vollständig abgedeckt hatte. Ob wir eine Möglichkeit hätten, diese zu reinigen, war die besorgte Frage.

Meine Gedanken waren sofort bei Klinge und Stahlwolle, ein Termin schnell vereinbart und der Geselle bald losgeschickt.

Aber so einfach war das in diesem Falle nicht.

Es handelte sich um mattiertes, also sandgestrahltes Glas, von dessen Oberfläche man Farbe und Lack nicht mechanisch entfernen kann, ohne Spuren zu hinterlassen, die ebenso inakzeptabel sind wie die Flecken zuvor. Auch die Behandlung mit abrasiven Reinigern, die speziell für Mattglas entwickelt wurden, war leider nicht erfolgreich.

Hier blieb uns nur die Möglichkeit, die Scheiben zu erneuern. Man hätte die Scheiben natürlich mechanisch reinigen und danach noch einmal sandstrahlen können, aber in diesem Fall war die Verunreinigung so massiv, dass der Austausch kostengünstiger war.

Glas reinigen, aber wie? Die Frage stellt sich immer wieder.

Fast täglich werden Scheiben durch unsachgemäße Reinigung beschädigt oder zerstört. Dabei ist das fachgerechte Säubern unter Beachtung einiger Regeln gar nicht so kompliziert und eigentlich für jeden erlernbar. Offensichtlich haben sich diese Regeln aber längst nicht überall herumgesprochen.

Die Kombination aus Verschmutzung und Glasart bestimmt die Art der Reinigung.

Je nachdem, was für eine Verunreinigung das Glas aufweist, muss das Reinigungsmittel und –Werkzeug ausgewählt werden, und zwar passend zur Glasoberfläche.

Glatte Gläser sind in der Oberfläche relativ unempfindlich und lassen sich problemlos mit haushaltsüblichen Putzmitteln behandeln. Der Glasreiniger aus dem Supermarkt ist hier durchaus schon ausreichend, um normale Verschmutzungen zu entfernen. Zu beachten ist allerdings, dass das gewählte Reinigungsmittel keine scheuernden Bestandteile enthält, diese würden die Glasoberfläche zerkratzen.

Hartnäckige Verschmutzungen kann man mit einer Bügelklinge abheben, wobei man beachten muss, dass die Klinge neu und scharf ist. Häufiges Wechseln ist dabei keine Verschwendung, sondern notwendig. Der Arbeitswinkel soll so flach wie möglich sein. So lassen sich beispielsweise Farbflecken und Etikettenreste verhältnismäßig leicht entfernen.

Ergänzend dazu hat man die Möglichkeit, Stahlwolle zu verwenden. Das hört sich vielleicht brutal an, ist aber erste Wahl bei Wasserflecken, Filzstift, Nikotin und Ähnlichem. Wichtig hierbei ist, nur Stahlwolle vom Typ 000 oder 0000 zu benutzen, und zwar trocken. Ein Topfreiniger eignet sich in keiner Weise, weil er scheuernde Bestandteile enthält.

Mit einem Bausch Stahlwolle hat man auch die Möglichkeit, die Strukturseite von Ornamentgläsern zu säubern.

Matte, gesandstrahlte oder geätzte Glasoberflächen kann man so allerdings nicht bearbeiten. Die dabei entstehenden Arbeitsspuren sind bleibend und nicht akzeptabel. Für den professionellen Gebrauch gibt es, wie oben schon erwähnt, Reinigungsmittel mit abrasiven Bestandteilen, die sich in gewisser Weise für leichte Verschmutzungen eignen. Hierbei ist es aber in der Regel erforderlich, die gesamte Fläche gleichmäßig zu bearbeiten, um Flecken- oder Wolkenbildung zu vermeiden.

Die Glasreinigung ist nicht in jedem Fall möglich. Chemisch angegriffene Oberflächen oder durch Flex- oder Schweißfunken verbrannte Scheiben sind in der Regel hoffnungslose Fälle. Hier hilft nur der Glastausch.

Im Zweifel fragen Sie lieber vor dem Reinigungsversuch.

 

Römisches Reich

Nie wäre ich darauf gekommen, dass ich einmal im Römischen Reich
Verglasungen anbieten würde, aber genau das ist jetzt passiert.

Wobei es sich beim „Römischen Reich“ um den Namen eines Lübecker Ganges handelt.

Gänge sind hier bewohnte Hinterhöfe und typisch für die Altstadt Lübecks.
Allerdings weiß anscheinend leider niemand, wie dieser Gang, der sich im Übrigen in
der Mühlenstraße, direkt neben der Traditionsgaststätte „Im alten Zolln“
befindet, zu seinem Namen kam.

Meine Recherchen dahingehend blieben jedenfalls erfolglos.

 

Hallo Welt!

Dies ist der erste Artikel, so schreibt WordPress.

Viele sollen folgen.

Nachdem mir das Feld hier von der M. + M. Buddenbohm GbR  so schön und unkompliziert bereitet wurde, möchte ich beginnen, von Erlebnissen aus meinem Berufsleben zu berichten, die eine oder andere auftretende Frage zu beantworten oder zu aktuellen Themen Stellung zu nehmen.

Ich weiß, das wird eine Menge Arbeit und Zeit erfordern, und mir zunächst gewiss nicht leicht fallen. Es wird ja immer geredet vom Blick über den Tellerrand – und was spricht eigentlich dagegen, bei der Gelegenheit vom Tisch aufzustehen und aus dem Fenster zu schauen?

Die Welt da draußen ist es wert, entdeckt zu werden.