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Hausnummernsuche

Manchmal gestaltet sich die Suche nach einer bestimmten Hausnummer schwierig.

Im Dunklen bin schon öfter mit der Taschenlampe ausgestiegen und habe mich zu Fuß auf die Suche gemacht. Nebenbei bemerkt, bin ich dafür, eine Hausnummernbeleuchtungspflicht einzuführen. Das dürfte auch für Rettungskräfte hilfreich sein, bei deren Einsätzen geht es ja manchmal um jede Minute.

In Neubaugebieten gibt es manchmal noch nicht einmal Straßenschilder, da kann man froh sein, wenn man jemanden fragen kann, der sich auskennt. Ein guter Rohbau hat wenigstens ein Pappschild mit einer gemalten Hausnummer. Die Hausnummern in Straßen mit einseitiger Bebauung sind in einigen Fällen sehr sonderbar oder nicht nachvollziehbar nummeriert. In anderen Straßen versetzen die Hausnummern sehr stark, dann ist links zum Beispiel die Nummer 11 und rechts auf gleicher Höhe die 88. Zum Teil gehören die Häuser, die in den Straßen stehen, hausnummernmäßig zu Straßen, die parallel verlaufen oder einmünden.

In einer normalen Straße ist das erste Haus links die Nummer 1 und das erste Haus rechts die Nummer 2. Links also ungerade Zahlen und rechts gerade Zahlen. Ist es umgekehrt, fährt oder geht man entgegen der Zählrichtung.

Leider ist dieses System nicht jedem bekannt.

Der Geselle fährt mit einem Praktikanten zu einem Kunden und sucht in der Zielstraße die Hausnummer 25.  Sie rollen langsam die Straße entlang und halten Ausschau nach erkennbaren Nummern. „Nein“ sagt der Geselle am Steuer zu dem Praktikanten, „die 25 muss bei dir sein, hier sind die Geraden.“

Der Praktikant sucht weiterhin beidseitig.

„Hier brauchst du nicht zu gucken, die 25 ist ungerade, die Ungeraden sind auf deiner Seite.“ Der Geselle ist schon leicht entnervt.

Der Praktikant grübelt. „Woher willst du denn überhaupt wissen, dass die hier alle schief angeschraubt sind?“

Einkaufszentrum

In einem kleinen Geschäft innerhalb eines großen Einkaufszentrums soll eine Scheibe ausgetauscht werden. Leider ist sie nicht zugänglich, sondern durch die Fensterdekoration vollständig verbaut. Das Entfernen der störenden Gegenstände hat bauseits zu erfolgen. Damit beginnen die Probleme. Die beiden Mitarbeiterinnen in dem Geschäft sind damit wohl eher nicht zu betrauen.

„Sie müssen sich darum kümmern, dass das hier alles abmontiert wird, sonst können wir die Scheibe nicht einbauen.“  Die Dame verschluckt sich fast an ihrem Mittagessen, als sie merkt, dass ich sie angesprochen habe. „Äh ja, ich sag‘ dem Chef Bescheid.“

Ich weiß genau, wie das läuft, denn sowie ich außer Blickweite bin, ist der Vorgang komplett vergessen und hat quasi gar nicht stattgefunden. In meiner Auftragsbestätigung steht daher auch der Satz, dass die Scheibe zum Einbautermin zugänglich sein muss.

Bei der Terminabsprache fragt meine Frau noch einmal nach, ob alles abgeräumt sei, was auch bejaht wird. Ich biete ihr eine Wette an, dass das nicht so sein wird.

Tatsächlich ist dann bei dem Termin ein Plakat abgehängt, alles andere unverändert. Ein Tisch über die ganze Raumbreite, mit diversen Kabeln verflochten, die wiederum am Boden vom Teppich bedeckt sind, durch den noch ein Heizungsrohr läuft, das Ganze im Glasbereich großzügig mit Dekofolie beklebt, damit es von außen nicht zu sehen ist. Wir rücken wieder ab, Wette gewonnen.

Jetzt spricht meine Frau den Chef selbst an, d.h. sie versucht es, denn der hat erst mal Urlaub und wird in dieser brenzligen Frage von niemandem vertreten. „Aber ich lege ihm einen Zettel hin.“ verspricht seine Sekretärin.

Ich weiß genau, wie das läuft, denn kaum hat meine Frau aufgelegt, ist das Gespräch am anderen Ende der Leitung komplett vergessen, hat quasi gar nicht stattgefunden.

Als der Chef nach seinem Urlaub von meiner Frau angerufen wird, hört er zum ersten Mal von der Geschichte, ein Zettel mit Rückrufbitte lag da nämlich nicht. Jetzt wird das Kümmern auf eine andere Ebene gehoben, der Hausmeister kommt ins Spiel, der aber „möchte das nicht machen“. Die Marktleitung wird auf den Plan gerufen, es gibt eine Ortsbegehung, jedoch keine Entscheidung. Die Zuständigkeiten wollen kritisch geprüft sein. „Steht denn dazu nichts im Mietvertrag?“

In dieser Phase befinden wir uns derzeit, wir sind gespannt, wie es weiter geht.

Fachlektüre

Frisch eingetroffen, die Septemberausgabe der Glaswelt.

Für mich besonders interessant: Der dritte Teil der Artkelserie über die Entwicklungsgeschichte des Fensters und dessen Stilepochen.

Bootcamp für Lehrlinge

Einer der Lehrlinge schwächelt in der Berufsschule. Nach eigenen Angaben ein Problem von Faulheit, falscher Selbsteinschätzung und vielleicht auch Prüfungsangst. Da man sicher sein kann, mit guten Worten allein nichts zu erreichen, habe ich ihn spontan zu einem Tagesseminar bei der Azubi Akademie Lübeck angemeldet. Das Seminar nennt sich „Der Club der toten Dichter – Gehirngerechtes Lernen lernen“ und wird in Kombination mit einem Seminar zur Bekämpfung von Aufgeregtheit vor Prüfungen mit dem klangvollen Namen „The Last Samurai – Mentale Prüfungsvorbereitung“ angeboten.

Ich bin sehr gespannt, wie die Maßnahme ankommt und ob sie etwas bewirken kann. Leider ist das erste Seminar erst Anfang Oktober, sodass ich mich noch etwas in Geduld fassen muss.

Warten wir’s ab.

Übrigens: Das Bootcamp aus der Überschrift wird tatsächlich angeboten.

Gefahrstoffe

Ich habe wieder eine der zu lesenden Zeitschriften durchgearbeitet, diesmal die Ausgabe 3 des Mitgliedermagazins  der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft „BG BAU aktuell“.

Inhaltlicher Schwerpunkt sind die Gefahrstoffe in Reinigungsmitteln und wie Gebäudereinigungsbetriebe damit umzugehen haben. Man muss solche Texte ja auch immer ein wenig auf den eigenen Betrieb beziehen, denn Reinigungsmittel sind auf Baustellen immer beliebt und werden unter Mitarbeitern auch schon mal weitergereicht. Da ist es gut, wenn man die Sinne der Angestellten für mögliche Gefahren etwas schärfen kann. Dazu gibt es neue Web-Applikationen, die es einem ermöglichen,  die Gefahrensymbole und Produktcodes bei Bedarf nachschlagen zu können. Die Anwendung GHS MOBILE informiert klar und allgemeinverständlich über Gefahrensymbole, wie nachstehendes Beispiel zeigt.

 

 

Sehr praktisch ist auch die Handschuhdatenbank, die die Auswahl der richtigen Schutzhandschuhe für bestimmte Tätigkeiten sehr erleichtert.

Genau das richtige Thema, um die Mitarbeiter am Montagmorgen gedanklich aus dem Wochenende zu holen.

Gesellenprüfung

Laut Aussage des Prüfungsausschussvorsitzenden bei der Freisprechungsfeier haben an der diesjährigen Gesellenprüfung im Glaserhandwerk in Schleswig-Holstein 38 Lehrlinge teilgenommen, von denen leider acht die Anforderungen nicht erfüllen konnten. Neunzehn haben mit der Note 4 bestanden, neun mit 3 und immerhin einer mit 2.  Die besten drei wurden mit Buchprämien geehrt.

Das hier etwas nicht stimmt, fällt gleich ins Auge und es ist nicht nur die Tatsache, dass im Beruf gestellte Anforderungen heute nur mit Mühe erfüllt werden. Ich halte eine Durchfallquote von 21% für genau so schlimm, wie eine Ergebnismitteilung mit falschen Zahlen.

Wohnheim

In einem Wohnheim sind zwei zerbrochene Scheiben auszumessen, ich fahre da gleich mal hin. Altstadt, Parkplatz vor der Tür, man muss auch mal Glück haben. Drinnen werde ich schon erwartet und man führt mich in den ersten Stock, wo die erste der Scheiben in einem bewohnten Zimmer zu finden ist. Vor dem Fenster steht ein Bett, in dem ein Mann tief und fest schläft. Wie sich herausstellt, ist er unweckbar.

„Stört nicht, ich komme so klar.“ Sage ich und messe mit sehr langen Armen in einer Alkoholwolke.

„Nicht, dass ihm Scherben ins Gesicht fallen…“ Mein mir zugeteilter Begleiter ist besorgt.

„Nein, ich messe ja nur und der Riss ist doch auch abgeklebt. Bin auch schon fertig.“

„Der kann nämlich ganz ungemütlich werden.“ sagt  er und ich bin froh, dass der schlafende Mann tatsächlich überhaupt nichts mitbekommt.

„Wo ist die zweite Scheibe?“ Ich will jetzt aus dem Zimmer raus..

„In der Kammer um die Ecke. Da ist ein Dachfenster kaputt.“

 

Kammer trifft es ganz gut, Kämmerchen wäre ein Volltreffer gewesen.

Ich betrete das wirklich sehr kleine Zimmer und erahne das Dachflächenfenster in dem engen Schacht einige Meter über mir und sehe gleich, dass es in schlechtem Zustand. Ist. Schon lange Zeit kaputt, es hatte wohl schon öfter hereingeregnet, die Wände des Schachtes sehen entsprechend aus.

„Haben Sie mal eine Leiter? So komme ich da ja nicht an.“

„Ja“  sagt der freundliche Mitarbeiter. „Die muss ich aus dem Schuppen holen. Moment.“

Er verschwindet ins Erdgeschoss, auf dem Flur höre ich ihn noch nach einem
weiteren Mitarbeiter rufen.

Ich sehe mich ein wenig um. Das Zimmer ist wirklich erstaunlich klein, neben dem Bett könnte man gerade eben gehen oder stehen, wenn da nicht ein Tisch stehen würde  und am Fußende ist knapp Platz für einen schmalen Kleiderschrank, an
dem die Tür lose in den Beschlägen hängt. Auf dem Tisch steht ein elektrischer Heizkörper. Der Tisch muss raus, denke ich, da muss ja gleich die Leiter stehen. Ich wuchte den Heizkörper aufs Bett und nehme den Tisch in die Hand. Wie dumm, dass ich den aber nirgends abstellen oder –legen kann, ich kann mich ja nicht einmal damit umdrehen. Also den Tisch wieder hingestellt, den Heizkörper vom Bett an die Wand am Fußende – ach nein, da ist ja die Tür. Ich bin ein wenig genervt, stelle ich fest. Ich nehme den Heizkörper in die eine Hand, wuchte mit der Anderen den Tisch umgedreht aufs
Bett und lege den Heizkörper darauf. Reichlich Platz hier, denke ich. Und: Wo bleibt die Leiter?

Ich gehe zurück auf den Flur und begrüße die Putzfrau, die gerade ein anderes Zimmer betritt. Sie weist den Bewohner an, er möge seine Sachen hochstellen, sie wolle fegen.

„Wie heißt du eigentlich mit Nachnamen?“ fragt der, „wir sollen euch ja nicht duzen.“

„Petersen, das habe ich dir schon mal gesagt.“

„Gut.“ antwortet er und schiebt noch ein „Musst du heute noch nass wischen, Frau Petersen?“ hinterher.

Langsam gefällt es mir hier doch ganz gut.

Inzwischen höre ich die Leiter kommen. „Die spielen mit Bande.“ sage ich mir und gehe ein Stück in Richtung  Krach. Die Leiter wird die Treppe hochgeprügelt und überall, wirklich überall angestossen. Es ist eine dreiteilige Ausziehleiter aus Aluminium, sie ist sehr alt, sehr rostig und sehr dreckig. Und sie wird nicht in das Zimmer passen, fürchte ich. Wir
bugsieren die Leiter in das Zimmer, sie passt so gerade eben mit viel Glück neben das Bett in den Schacht. Ich setze mich auf das Bett, um die Sperre zu lösen, damit wir die Leiter ausziehen können. Die Sperre wehrt sich erfolgreich. Nach einigen Versuchen nehme ich die Sperre des Mittelteils, diese öffnet sich und ich kann zwei Leiterteile zusammen hochschieben. Geht ja auch, sage ich mir, aber der Schacht ist jetzt voll. Es bleibt kaum Platz, um da hochzusteigen. Wie ein Aal winde ich mich in die Höhe und der Dreck der Leiter wirft sich schützend über mich. Immerhin lässt sich das Fenster öffnen, das
Ausmessen macht keine Probleme.

Ich mache mich an den Abstieg, komme ganz gut voran, merke aber, dass meine Jacke sich entschlossen hat, sich mit der Leiter zu verbünden und hartnäckig oben bleiben will.  Als wir uns endlich einig werden, ist die Leiter blitzsauber.  Die letzten Sprossen nehme ich im freien Fall, weil ich nicht nach unten sehen kann und die Entfernung verpeile. Jetzt schnell das Maß aufschreiben, wie war die Breite? 38 cm? Tief durchatmen, konzentrieren, alles wird gut.

„So“ sage ich, „die Leiter kann dann erst mal wieder weg. Ich wollte ja nur Ausmessen. Die Scheibe hat ein paar Tage Lieferzeit, die bauen wir nächste Woche ein.“

„Und dann braucht ihr die Leiter wieder?“ Aus der Stimme klingt das blanke Entsetzen.

„Nein, wir bringen dann unsere Eigene mit, die kann ja hier auch eine Nummer kleiner sein.“

Ich verfolge den Abgang der Leiter und bedaure die Putzfrau ein wenig, sie hatte ja gerade erst gefegt.

Ich beschließe, dem Gesellen nicht allzu viel über diese Baustelle zu erzählen.

Ich habe dem Leiter des Wohnheims ein Angebot erstellt und bin sehr gespannt, ob das ein Auftrag wird. Dann werde ich berichten.

 

 

Farbglas

Eine sehr gute Möglichkeit, mit der Farbgebung von Verbundglas zu „spielen“, bietet das Vanceva Color Studio. Da wird wohl jeder eine Farbe kreieren können, die seinen Vorstellungen entspricht. Es besteht sogar die Möglichkeit, das Glas auf Vorder- und Rückseite unterschiedlich aussehen zu lassen.

Bin begeistert.

Sandstrahlen

Mit Sandstrahlen bezeichnet man ein Verfahren der abtragenden Glasveredelung zum Mattieren von Glas mithilfe von Druckluft und Strahlmittel.  Weil als Strahlmittel allerdings kaum noch Quarzsand verwendet wird, sondern größtenteils Korund oder Stahlschrot in unterschiedlichen Körnungen, nennt man das Verfahren heute korrekterweise Strahlmattieren.  Das Strahlmittel wird in der Sandstrahlkabine mit Druckluft beschleunigt und mit hoher Energie auf die Glasoberfläche aufgebracht, wodurch Glassplitter abgetragen und die Oberfläche dadurch aufgeraut wird. Durch Lichtbrechung erscheint das Glas daraufhin weißlich matt.

Werden Teile der Glasoberfläche mit Folie oder anderen Schablonen abgedeckt und dadurch vor dem Mattieren geschützt, entstehen Muster und Motive. Hier sind der gestalterischen Freiheit kaum Grenzen gesetzt.

 

Milchglas

Telefon. Wieder die Frage nach dem Milchglas. Schwierig, weil ich genau weiß, dass die Kundin alles Mögliche haben möchte, nur mit einiger Sicherheit kein Milchglas.

Milchglas, fachlich richtig als Milchüberfangglas bezeichnet, ist weißes, undurchsichtiges, unstrukturiertes Glas, das nicht sehr häufig verwendet wird. Die Kunden, die nach Milchglas fragen, meinen meistens Ornamentglas, welches eine strukturierte Oberfläche hat, aber mehr oder weniger durchsichtig ist, oder Mattglas, also sandgestrahltes oder geätztes  Glas.

Wenn man so etwas am Telefon erklären muss, ergeben sich in einigen Fällen sehr  komplizierte Gespräche, je nach Vorstellungskraft und auch Auffassungsvermögen des Kunden.

Diese junge Frau am Telefon kann mit dem Begriff „matt“ erst absolut nichts anfangen. Wir haben uns die Bedeutung des Wortes dann von „Schminken Sie sich?“ über glänzende Nasen bis zu einem „Ah so, wenn das so mattiert ist.“ mühsam, aber erfolgreich erarbeitet. Um dann festzustellen, dass sie kein mattes Glas wollte.

„Nee, so Riffelglas.“ Das verstehe ich sofort, da wird zumindest klar, dass es Ornamentglas sein soll, aber welches genau, ist telefonisch nicht zu ermitteln. Wir haben dann letztendlich am nächsten Tag hier in der Werkstatt das richtige Glas herausgesucht.

Telefonische Beschreibungen von Ornamentglas könnten Bücher füllen, sind aber in der Regel so abstrakt oder abenteuerlich, dass kein Ergebnis zustande kommt. Das ist leider schon zu oft fehlgeschlagen, weil ich „gedrällerte Streifen“ oder „runde Punkte mit Ecken“ nicht richtig interpretieren konnte.